Archiv für den Monat: Januar 2016

Wie können sich Piercings gesundheitlich auswirken?

Piercings haben Tradition

In alten Kulturen wurden Plugs getragen. Vietnamesinnen tragen heute noch häufig ein Piercing in Form einer Scheibe oder eines Zylinders in den Ohren oder an den Nasenflügeln.

Bevor diese Konstrukte in den Körper eingebracht werden können, muss mit einem sogenannten Tunnel vorgedehnt werden. Objekte von 8 mm benötigen z.B. ca. ein halbes Jahr, um platziert werden zu können.

Was damals bei Menschen mit wesentlich rustikalerem Immunsystem gemacht wurde, hat inzwischen in die westliche Kultur Einzug gehalten. Junge Menschen von 14 bis 18 haben die größte Affinität dazu. Hygiene, Allergien, die Qualität dieser Schmuckelemente führen jedoch oft zu unerwünschten Reaktionen. Antiallergene Piercings gibt es bei piercingline.com.

Gesundheitliche Herausforderung

piercingstechenMediziner und Krankenkassen können ein Lied davon singen, welche Unannehmlichkeiten und Kosten daraus resultieren. Ein süddeutscher Augenarzt hat einem 16jährigen Mädchen das Augenlicht gerettet. Er erkannte den Zusammenhang zwischen dem Augenbrauenschmuck und ihrer Erblindung. Alles was oberhalb der Lippe im sensiblen Kopfbereich mit seinen Nervengeflechten platziert wird, kann sich kritisch auswirken.

Es gilt zu respektieren, dass wir unsere Haut und das darunterliegende Geflecht von Nerven, Äderchen, Meridianen, wie sie die Traditionelle Chinesische Medizin bezeichnet und für die Akupunktur nutzt, haben. Wir haben sie für das feine Wahrnehmen von Schmerzen, als Warnsignalgeber zum Schutz vor Schädigungen sowie als Transportwege zur Gesunderhaltung.
Wenn diese sensiblen Bahnen getrennt oder durchörtert werden, kann es zu Fehlfunktionen kommen. Die Logik sagt, wenn Akupunktur die Selbstheilungskräfte aktivieren kann, dann kann das Setzen von metallischen Elementen auch das Gegenteil bewirken. Oftmals wird bei Krankheitsbildern nicht in Erwägung gezogen, dass Körperschmuck und der Prozess, wie er in den Körper eingebracht wird, Ursachen für Erkrankungen setzt.

Wenn man sich anschaut, wie viele Geschmacksknospen eine Zunge beispielsweise hat, ist das Einbringen von Schmuck wohl zu überlegen. Jedes Areal der Zunge hat seine Geschmacks-Lokalisierung zu verrichten (süß, sauer, bitter, umami). Das ist eine Überlebensfunktion, die es aus Selbsterhaltung nicht zu beeinträchtigen gilt. Denn was geschädigt ist, kann nie wieder regeneriert werden.

Metallstücke im Mundbereich können mit Zahnfüllungen, Implantaten, metallhaltigen Brücken und Kronen ggf. nicht harmonieren. Dass Metalle elektrische Spannungen erzeugen und in Kombination mit Speichel, Essenszusammesetzungen über längere Zeiträume auch chemische Reaktionen hervorbringen, kommt vor und hat Folgen.

Jeder, der jemals mit homöopathischen Streukügelchen behandelt wurde, weiß, dass die Wirkweise am besten zu erzielen ist, indem man diese längere Zeit auf der Zunge platziert. Damit ist klar, dass der Mundraum ein meisterliches Verteilersystem besitzt, dem Körper einen Schub zu verpassen, mit diesem Wirkstoff die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Klar ist dann, dass dieses empfindliche System eine Störung erleidet, wenn in Zahnfleisch, Zunge, Lippen oder Nase ein Fremdkörper platziert wird.

Der Körper ist auf Überleben programmiert. Schäden zeigen sich also oft nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit. Viele haben Allergien – das ist schon das Signal, sorgsam mit sich umzugehen, denn Gesundheit ist ein fragiles Gut.