Archiv für den Monat: März 2013

Kooperation JBM Music & Media mit Aachener Schauspielschule

Das bekannte Musikproduzenten-Duo Backes & Göbels von JBM Music & Media kooperiert über die Schauspielschule Aachen, vertreten durch deren Direktor René Blanche, zur Erstellung von Showreels für Schauspieler. Copywrite Aachener Schauspielschule René Blanche

Regie führt niemand geringeres als der berühmte Regisseur Wolfgang Dinslage, der beim 8. Festival des deutschen Films für seinen Sensationsfilm „Für Elise“ mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. (Auf dem Bild Wolfgang Dinslage mit Claudia Cardinale).

Spielpartner für die Showreels ist der bekannte copywrite Aachener Schauspielschule Rene´BlancheSchauspieler und Tatort-Serienstar Peter Cloes, der u.a. in Werken wie die Buddenbrooks und Der Name der Rose zu Weltruf gelangte. (Hier mit Rene Blanche, dem Direktor der Schauspielschule Aachen im RTBF Studio „Treffpunkt“.)

Kamera und Cut werden von einem Profi-Team des RTBF durchgeführt.

Die Geschäftsführerin von JBM, die mit dem Produzenten Juergen Backes seit fast 16 Jahren erfolgreich in der Musik- und Medienproduktion tätig ist, will mit dieser Kooperation jungen Schauspielern garantieren, dass diese vom eigenen Bewerbungsvideo an mit internationalen Top-Kräften zusammen arbeiten.

Showreels werden heute von vielen Agenturen bereits angeboten. Dort geht es, laut Göbels, in erster Linie nicht um die Präsentation des Künstlers, sondern leider viel zu oft um den Verkauf von Zusatzleistungen der Agenturen. Diesem möchte man entgegen wirken. Einmal durch die Zusammenarbeit namhafter Fachleute und durch einen Preis, der als Signal gegen die hochgetriebene Preispolitik einiger Agenturen zu sehen ist.

copywrite Aachener Schauspielschule René Blanche

Schauspieler zu werden ist eine Berufung. Und laut der Geschäftsführerin von JBM Music & Media, Martina Göbels, darf es nicht sein, dass begabte Menschen bei der Berufswahl daran scheitern, dass die Finanzierung ihrer Präsentationsvideos für diese oft noch jungen Leuten nicht umsetzbar ist. (Hier Wolfgang Dinslage bei der Arbeit in der Aachener Schauspielschule).

Die Kooperation der Aachener Schauspielschule und JBM Music & Media im Bereich der Showreelproduktion wird nicht der einzige Verknüpfungsbereich bleiben. Sondern ist als erster Schritt zur Förderung von jungen Talenten zu sehen. Mit Wolfgang Dinslage und Peter Cloes haben JBM und die Schauspiele wirkliche Könner ihres Fachs gefunden, die auch die internationale Ausrichtung von JBM und der Aachener Schauspielschule verkörpern.

Wolfgang Dinslage, berühmter Dozent an der AC- Schauspielschule

„Am Start erkennt man schon den Sieger!“

Photo_Privat2 Wolfgang Dinslage, Filmregisseur und Träger des Deutschen
Filmkunstpreises 2012, unterrichtet „Filmschauspiel“ und „Drehbuch“
in Aachen.

In einer Zeit, in der es vor lauter Casting-Shows nur so wimmelt, und fast
jeder den Traum zu haben scheint, berühmt zu werden, trafen wir einen
Mann, der es wirklich geschafft hat. Mit seinem Sat1 Fernsehfilm „Zurück
zum Glück“ zeigte er bereits im Jahr 2010 eindrucksvoll sein Können, um
mit „Für Elise“ 2012 einen Kinofilm der Extraklasse nachzulegen, für den
er prompt mit dem Deutschen Filmkunstpreis ausgezeichnet wird.
Doch, wer sich die Vita des heute 44-jährigen genauer anschaut, der wird
schnell feststellen: hier handelt es sich nicht um eine steile Erfolgsleiter,
die nur eine Richtung kannte.
Lange hatte der gebürtige Dürener, dessen rheinische Lockerheit schon
beim ersten Kennenlernen angenehm sympathisch wirkt, auf den großen
Erfolg warten müssen. Rückschläge und Durststrecken stellten sein
Durchhaltevermögen über einige Jahre hinweg auf die Probe. Und hätte
Wolfgang Dinslage einfach nur berühmt werden wollen, so hätte er
wahrscheinlich gar nicht so lange durchgehalten. Doch so jemand ist er
nicht, von Kindesbeinen an wollte er nämlich nur eines – Filme machen!
„Am Start erkennt man schon den Sieger“, sagt er heute schmunzelnd,
ohne sich selbst dabei stolz als Sieger zu preisen. Ganz im Gegenteil, was
seine eigene Karriere betrifft, so gibt er sich vollkommen bescheiden.
Einzig die Art der Motivation, die einen antreibt, macht seiner Erfahrung
nach den Sieger schon am Start aus.Photo_by_Steffen_Roth
„Ich hatte einfach die Notwendigkeit, mich künstlerisch auszudrücken,
die absolute Notwendigkeit!“, sagt er heute mit leuchtenden Augen und
betont dabei ganz besonders die Silbe >Not<. „Damit meine ich, aus
der Not heraus zu handeln, weil man einfach keinen anderen Lebensweg
gehen kann!“
Dinslage ging diesen Weg und musste schon ganz zu Anfang feststellen,
wie schwierig es ist, in eine Filmhochschule aufgenommen zu werden.
Er lässt sich nicht entmutigen, nimmt Schauspielunterricht – zeitweise
sogar in L.A., als im Jahr 2000 endlich die erlösende Nachricht eintrifft.
Mit fast 32 Jahren wird er Schüler an der heutigen Hamburg Media
School. Endlich läuft’s: Seine Kurzfilme „Quak“ und „Die Katze von
Altona“ gewinnen zahllose Preise, und plötzlich klopft Warner Brothers
bei ihm an, um ihm einen Film anzubieten. „Das war eine deutsch-
türkische Komödie, in der u.a. Witze über den Islam gemacht werden
sollten. So eine Geschichte wollte ich nicht erzählen.“ Dinslage tut das
Undenkbare, er lehnt ab. Doch die Entscheidung, einen Warner Brothers
Film abzulehnen, kommt ihn teuer zu stehen: Der nun studierte Diplom
Regisseur verschwindet für Jahre in der Versenkung und muss sich mit
Minijobs über Wasser halten. In dieser Zeit steht seine Familie zu ihm und
unterstützt ihn. Er steht zu seiner Entscheidung und zu sich selbst: „Wenn
der Künstler in Dir steckt, dann hast Du auch die verdammte Pflicht,

danach zu leben!“ Den Mut und vor allem den Humor hat er nie dabei
verloren.
Heute wissen wir, dass er mit allem Recht behalten sollte. Und es scheint
fast so, als habe ihn diese Zeit reflektierter, charakterlich feiner gemacht
und nicht zuletzt seine Kunst beeinflusst. „Ich mache Filme, die eine
positiv hoffnungsvolle, künstlerische Aussage in sich tragen – auch wenn
das Leben nicht immer ganz so einfach ist.“
Seit kurzem ist Wolfgang Dinslage Dozent an der Aachener
Schauspielschule und unterrichtet in den Fächern „Filmschauspiel“
und „Drehbuch“ junge Nachwuchstalente. Darüber hinaus gibt er
regelmäßig öffentliche Workshops für alle, die sich für Filmschauspiel
interessieren.

Info: www.aachener-schauspielschule.de

René Blanche

Höhner gehen auch ohne Karneval

Großes Konzert mit großer Stimmung am Freitagabend im Heidenheimer Kongress-Zentrum

Schlag acht Uhr, die sechs Männer tänzeln auf die Bühne. Der große Saal ist voll. Auf der Empore richten sich die VIPs bei Kölsch und Salat ein. Das Auftrittslied noch in Hochdeutsch, der zweite Song schon in Höhner-Kölsch und beim zweiten Refrain wird mitgesungen, textsicher.

RAINER WIESE

Heidenheim. Henning Krautmacher moderiert an und hängt sich die Akustikgitarre um und dann „geht et richtich loss“, weil „mir geht et jutjutjut“. Ob man hier kölsch sprechen könne? „Jaaa“ antwortet der Saal.
In der Standardbesetzung sind die sechs Oberkölner angetreten: Neben Krautmacher sind das Hannes Schöner mit der Bassgitarre, Janus Fröhlich am Schlagzeug, Peter Werner mit Keybord und Quetschkommode, Jens Parsons, Gitarre, Jens Streifling ebenfalls mit der Gitarre und anderem Klangwerkzeug. Zweieinhalb Stunden Programm, Pause mitgerechnet, bringen die Sechs ihre großen Hits, weniger bekannte Lieder, gelegentlich ein Instrumental, immer starke Musik direkt ins Herz.
Für Bitzi (Krauß), die heute 50 wird, gibt es den ersten Megahit: „Echte Fründe“. Die Fans aller Altersstufen singen aus voller Kehle, die Höhner kommen an in Heidenheim. Die Gruppe hat im vergangenen Jahr 40. Geburtstag gefeiert und startet mit einem prallen Tourneeprogramm durch zu neuen Qualitäten. Die Säle sind voll, in Berlin wie im Rheinland und auch in Heidenheim, wo die Rheinländer in der Diaspora einen leckeren Abend lang getröstet werden.
Die Musik ist noch besser geworden: reifer, präziser, die Stimmungen perfekt inszeniert in einem schlichten Bühnenbild. Ein bestens ausgesteuerter Sound bringt das Rockige über die Rampe und die sentimentale Schunkelei genauso und manchmal klingen die beiden Grundrichtungen wie ein versöhnter Kontrast, fühlen sich an wie Heimat, kleine Kneipe und großes Herz, die gemütliche rheinische Toleranz schwingt immer mit: „Janz ejal, wat de hast oder bist.“
Das Konzert in Heidenheim ist ganz was Besonders, sagen die Höhner. Sie treffen die deutsche Handball-Nationalmannschaft. Für die Truppe haben sie zur Weltmeisterschaft den Feldgesang geschrieben „Wenn nicht wir, wer dann, wenn nicht jetzt, wann dann . . . “ Ein Selbstplagiat zwar, aber ein mitreißender Song, Ohrwurm, Hymne. Am Ende kommen einige der Handballhelden auf die Bühne und der Saal ist vollends gerockt.
Die Höhner sind Seele und Spaß und gute Laune, Höhner gehen auch ohne Karneval.

© Schwäbische Post 22.03.2013

La fanciulla del West (Das Mädchen aus dem goldenen Westen)

 

VergrößerungMinnie (Deborah Voigt) im Kreise ihrer Jungs.

 

Es hätte so schön werden können: Ich liebe die Lütticher Oper (die seit einigen Jahren nun auch in neuem Glanz erstrahlt), ich liebe Puccinis La Fanciulla del West, und die Besetzung, die man aufgeboten hatte, war ja zumindest auf dem Papier auch eine illustre: Deborah Voigt hat die Titelrolle in Chicago, San Francisco und New York gesungen, mit großem Erfolg dem Vernehmen nach, obwohl sich bei mir das ganz große Glück schon beim Anschauen der diversen Videoclips nicht einstellte. Ähnliches gilt für Carl Tanner, der gleichermaßen eine bemerkenswerte internationale Karriere macht und namentlich als Dick Johnson etwa an der Met engagiert war. Beide Stars ließen sich nun in der besuchten Sonntagsnachmittagsvorstellung als indisponiert ansagen – ein jahreszeitlich bedingter grippaler Infekt hatte die Runde im gesamten Ensemble gemacht. Was macht man da als Rezensent, der ja nur diese eine Vorstellung zu sehen bekommt? Wie sind das Zutiefsingen der Starsopranistin bei den Spitzentönen oder ihr Vermeiden an den heiklen Stellen zu werten, wie die Probleme also, die sich auch bei den diversen Dokumenten mindestens ansatzweise bemerken lassen und die damit vielleicht doch grundsätzlicherer Natur sind? Nach der Leistung dieses Nachmittags jedenfalls scheint mir der Titel „preeminent dramatic soprano“, mit dem man auf der Homepage von Frau Voigt begrüßt wird, nicht gerechtfertigt, ich habe in der Puccini-Rolle auch nicht „the greatest living interpreter of the dramatic heroines of Wagner and Richard Strauss“ gehört (so urteilte Musical America), sondern eine besonders im Forte nicht besonders große (und das in einem doch recht kleinen Haus wie dem Théâtre Royal, wie funktioniert das etwa im Ring-Zyklus an der Met im April?), nicht besonders farbige Stimme, die keinen unbeträchtlichen Wobble aufweist, die nicht frei von unschönen Schärfen ist und die insgesamt ein wenig verbraucht wirkt und die im zarten Piano der intimeren Momente wie etwa der Bibelszene noch am angenehmsten klingt. Auch darstellerisch kam die Amerikanerin über sehr Pauschales nicht hinaus, und auch auf die Gefahr hin, als uncharmant gescholten zu werden, muss ich hinzufügen, dass diese Minnie sich mit dem ersten Kuss wirklich keine Sekunde mehr Zeit hätte lassen dürfen.

Vergrößerung

Minnie (Deborah Voigt) hat sich Hals über Kopf in Herrn Johnson aus Sacramento (Carl Tanner) verliebt.

 

Carl Tanner brauchte eine Menge Kraft für seine Spitzentöne, und leider ist er auch weit davon entfernt, ein spielfreudiger, überzeugender Darsteller zu sein – viel mehr lässt sich angesichts der dargestellten Umstände leider nicht sagen. Die im Netz verfügbaren Mitschnitte lassen einen robusten, dunkelgetönten, aber nicht besonders differenziert eingesetzten Tenor erkennen, den man in der besprochenen Vorstellung nur in sehr reduzierter Qualität zu hören bekam. Schwer zu beurteilen ist auch, inwieweit Gianluigi Gelmetti auf die beiden beeinträchtigten Protagonisten Rücksicht nahm: So duftig und fein austariert, so atmosphärisch und dicht das Spiel des hervorragend vorbereiteten und erstklassig, aber eben auch sehr kontrolliert und mitunter auch etwas gedämpft musizierenden Orchesters auch war, an der einen oder anderen Stelle hätte man sich doch etwas mehr „Peng“ gewünscht, und so kam in dieser Vorstellung auch im Graben nicht die ganze große Fanciulla-Stimmung auf.

VergrößerungSheriff Jack Rance (Carlos Almaguer) ist sicher, dass Minnie (Deborah Voigt) den angeschossenen Ramerrez (Carl Tanner, oben auf dem Bett) versteckt.

 

Kraftstrotzend, aber nicht polternd präsentierte sich Carlos Almaguer mit gesundem, klangvollem Bariton als Jack Rance, der vokal aber auch einige sehr sensible Momente beizusteuern wusste. Vielleicht hätte er wie das Paar auch noch mehr Unterstützung von Regisseur Lorenzo Mariani gebraucht, der sich zwar durchaus klug und überzeugend zum Werk geäußert und die Geschichte von Individuen, die ihre Heimat verlassen, um anderswo ein besseres Leben zu beginnen, als sehr modern bezeichnet hat, aber eben doch über eine sehr zahme, traditionelle, die Klischees bedienende und etwas altmodisch anmutende Inszenierung nicht hinauskam. Zu Beginn sieht man einige Minenarbeiter in luftigen Höhen aufgehängt an einer Felsenwand (Bühnenbild: Maurizio Balò), die Polka entsteht sozusagen vor den Augen der Zuschauer und wird von den Kneipengästen selber zum „Real home for the boys“ aufgehübscht, die sich in traditionellen Kostümen von Gabriel Berry immer wieder in schönen Tableaus aufstellen, um wie die Protagonisten in akustisch günstigen Positionen mit direktem Blick ins Publikum und auf den musikalischen Leiter agieren und singen zu können. Und wenn sich am Ende des ersten Aktes die Felswand teilt und die seufzende Minnie in gelbes Licht getaucht wirkt, dann wird das der eine oder andere nicht zu Unrecht als reichlich kitschig empfinden. Nicht sehr gelungen fand ich auch, dass Minnies Behausung sehr offen in der Bühnenmitte platziert war und alle Personen gleichermaßen zwischen den Schrankkoffern auftauchten, und auch das echte Pferd, auf dem die Protagonistin im dritten Akt sitzt, empfand ich als überflüssig. Kein schlechter Einfall war es indes, dass Jack Rance im Schlussbild nach dem in der Bühnenmitte für Dick Johnson installierten Strick respektive der Schlinge greift, von solchen Ideen hätte man sich mehr gewünscht.

Vergrößerung

Minnie (Deborah Voigt) pokert mit Rance (Carlos Almaguer) um das Leben ihres Geliebten.

 

In den kleineren Rollen taten sich vor allem Roger Joakim als berührender Sonora und Luciano Montanaro als präsenter Ashby hervor, und auch die seit so vielen Jahren in allen möglichen Rollen in Liège präsente Alexise Yerna machte alles aus der kurzen Partie der Wowkle, während ich angenehmer klingende Tenöre als den von Willem van der Heyden als Nick gehört habe. Ein großes Kompliment verdienen dagegen nicht nur die vielen Solisten des von Marcel Seminara betreuten Chores, sondern das gesamte Kollektiv.



FAZIT

Eine alles in allem ordentliche Fanciulla gab es da in Liège zu sehen und zu hören, aber eben keine herausragende. Immerhin, das Publikum hatte die Chance, diese verkannte Puccini-Oper nach über dreißig Jahren wieder einmal zu erleben. Und vielleicht waren die Stars ja in den anderen Vorstellungen auch wirklich deutlich besser als an diesem Nachmittag.

Quelle:  Fotos von der Opéra Royal de Wallonie

Vilém Veverka, 12 Fantasien; Sechs Metamorphosen


Telemann: Zwölf Fantasien
Britten: Sechs Metamorphosen nach Ovid

Veverkakann man zum Super-Star werden, wenn man ein so sperriges Instrument spielt wie eine Oboe? Man kann ja einfach mal so tun, als ginge es. So wie Vilém Veverka, der 35-Jährige Oboist aus Prag, mit seiner jüngsten CD. Als Solist hat der einstige Berliner Meisterstudent mit namhaften Orchestern der Welt gespielt, und Preise hat der Musiker mit seinem Instrument schon etliche eingeheimst. Wenn Veverka – was übersetzt übrigens „Eichhörnchen“ heißt – die Tasten und Klappen drückt, dann versprüht er durchaus eine Aura, als sei er ein Super-Star. Und wenn er nun noch eine CD mit ausschließlich Solo-Stücken präsentiert, dann sieht es fast so aus, als sei er einer.

Ohne falsche Bescheidenheit stellt er seiner CD einen Ausspruch von Reinhold Messner voran, den der nach seiner ersten Alleinbesteigung des Mount Everests ohne zusätzlichen Sauerstoff getätigt hat: „Ich bin nur mehr eine einzige Lunge“. Und die braucht man ja auch für eine Oboe mehr als für alle anderen Blasinstrumente. Es ist eher ein Pressen als ein Pusten, und es hält sich sogar das Gerücht, Oboe zu spielen mache durch den „Druck im Kopf“ dumm. Wissenschaftliche Belege allerdings gibt es dazu keine, dafür aber ist sicher, dass sich mit der Oboe bei einem einzigen Atemzug die längsten Soli spielen lassen, wenn man denn die besondere Atemtechnik, bei der vor dem Einatmen ein Ausatmen erfolgen muss, beherrscht. Die beherrscht Vilém Veverka, und was er in den siebzig Minuten ganz allein mit seiner Oboe hervorbringt, ist tatsächlich beeindruckend. Doch sei er ohnedies, so der Musiker und passionierte Bergsteiger im Booklet, ein einsamer Wolf, dem die Einsamkeit des Solospiels in der Natur läge.

Telemann und Britten – die Auswahl des Programms für die Aufnahmen fiel vermutlich ziemlich leicht. Denn allzu viele Werke für Oboe als Soloinstrument gibt es nicht. Die Zwölf Phantasien von Georg Philipp Telemann, die eigentlich für Querflöte komponiert sind, wurden von Oboisten schon öfter genutzt. Die Kleinode der Solomusik aus dem Barock gewinnen noch an Farbe und Tiefe, wenn sie mit der Oboe gespielt werden, jedenfalls dann, wenn es so virtuos geschieht, wie auf dieser Aufnahme. Fast schon zwangläufig fiel die Wahl dann auf die Sechs Metamorphosen von Benjamin Britten, um die CD zu komplettieren. Die kurzen Stücke wurden ausdrücklich für Oboe komponiert und sie handeln von sechs Personen aus dem Werk des römischen Dichters Ovid. Niemand geringeres als die Götter und Göttinnen Pan, Phaeton, Niobe, Bacchus, Narcissus und Arethusa werden musikalisch dargestellt, und Vilém Veverka, der das Werk oft bei Konzerten spielt, sieht sich als ihren Darsteller. Beide Werke hintereinander bilden trotz der Zeit- und Epochenspanne, die zwischen ihrer Entstehung liegt, eine musikalische Einheit, beide Komponisten galten schon zu Lebzeiten eher als Schöpfer gefällig anzuhörender, aber trotzdem tiefer Werke.

Zudem ist die Spielweise im höchsten Maße beeindruckend, ihre Präzision von Ton und Einsatz sind meisterhaft. Aber auch die Aufnahme ist sehr gelungen, schön der zarte Nachhall, der dem Aufnahmeort geschuldet ist, der Franz-von-Assisi-Kirche im St. Agnes Kloster in Prag also. Die kleine gotische Kirchenhalle wird mehr und mehr zum Studio von Genremusik, von mittelalterlicher Gregoreanik, über Renaissance bis zum Barock. Schön ist natürlich auch, dass die digitale Technik noch einige Verschönereien ermöglicht: So ist das tiefe Luftholen, das oftmals eher an ein Luftschnappen eines Tauchers erinnert und auf den Konzerten bei Veverka mit beeindruckender Mimik einhergeht, auf der CD nicht zu vernehmen. Digitale Unterdrückungsalgorithmen und sicher auch einige gekonnte Schnitte des Aufnahmedirektors Jiøí Gemrot und des Toningenieurs Aleš Dvoøák sei Dank.

So ist es eine großartige Platte geworden, die in Stimmung und Hörbarkeit tatsächlich ihres gleichen erst einmal finden muss. Ein monotonales Instrument im Solo und trotzdem voller Farbe und Lyrik – und das Hören macht den Kopf frei. Ist also dieser Vilém Veverka mit seiner Oboe doch ein Super-Star? Seine CD zumindest hätte auch dann, wenn sie ihren Protagonisten etwas weniger aufdringlich als mit den gefühlten hundertfünfzig (in Zahlen: 6) Ganzseitenfotos auf und in der CD-Hülle präsentieren würde, nichts von ihrer Qualität eingebüßt.

Krefeld inszeniert Wagner neu!

Während nahezu landesweit alle Opernbühnen auf die eine oder andere Art und Weise ihren Beitrag zum diesjährigen Wagner- und Verdi-Jubiläum leisten und allein im Aalto-Theater in Essen und in Köln nahezu zeitgleich zwei Produktionen des ParsifalPremiere feiern, gelingt dem Theaterverbund Krefeld und Mönchengladbach ein ganz besonderer Beitrag zum Jubiläumsjahr. Als bundesweit einziges Stadttheater gibt es in Krefeld nämlich eine Neuinszenierung von Wagners Frühwerk Rienzi zu erleben, einer großen tragischen Oper, die noch ganz im Geiste von Vincenzo Bellini mit seinen überbordenden Melodienreichtum steht und die Wagner selbst trotz des riesigen Erfolges, den die Uraufführung 1842 in Dresden verbuchen konnte, später wie seineFeen und das Liebesverbot als nicht festspielwürdig erachtete. So werden auch anlässlich des großen Jubiläums in diesem Jahr diese drei Frühwerke in Bayreuth nur außerhalb des Festspielhauses in der Oberfrankenhalle als Gastspiele aus Leipzig aufgeführt.

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Das Volk (Chor und Extrachor) feiert den neuen Volkstribun.

Wie bei den Meistersingern greift Wagner auch im Rienzi anders als in seinen anderen Opern auf eine historisch verbürgte Figur zurück, auch wenn die Opernhandlung ähnlich wie die Romanvorlage von Edward Earle Bulwer-Lytton aus dem Jahr 1835 sicherlich nicht mehr allzu viel mit dem wirklichen Cola di Rienzi zu tun haben dürfte. Sowohl Bulwer-Lytton als auch Wagner stilisieren ihn zu einem Freiheitshelden, der im 14. Jahrhundert zunächst einen kometenhaften Aufstieg zum Volkstribun erlebt, weil das römische Volk von ihm Frieden und Freiheit vor dem Terror des Adels erhofft. Als die Nobili ein Attentat auf Rienzi verüben, das misslingt, vergibt er ihnen und bewegt sogar das Volk, einer Begnadigung zuzustimmen. Doch die Aristokraten lassen nicht locker und ziehen mit einem Heer gegen Rom. Das Vertrauen in Rienzi beginnt in der Bevölkerung zu wanken, zumal Gerüchte kursieren, Rienzi paktiere heimlich mit den Adeligen, da er unter anderem plant, seine Schwester Irene mit Adriano, dem Sohn des Aristokraten Colonna, zu verheiraten. Nach dem Bannfluch der Kirche kann Rienzi das Volk nicht mehr überzeugen und stirbt gemeinsam mit Irene in den Trümmern des Kapitols, das das Volk, vom Kardinal aufgehetzt, wütend in Brand setzt.

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Rienzi (Carsten Süss, Mitte) vergibt seinem Feind Steffano Colonna (Hayk Dèinyan, Mitte links, umgeben vom Chor und Extrachor).

Das Regie-Team um Matthias Oldag versucht, in seiner Inszenierung aktuellen Bezügen der Oper nachzuspüren, mit der Begründung, dass Wagner in seiner Oper auch nicht die politische Ideologie des 14. Jahrhunderts reflektieren wollte, sondern ganz bewusst eine Parallele zu den Konflikten seiner eigenen Zeit gesucht habe. So sieht man im ersten Akt zahlreiche Zeitungsartikel auf der hinteren Bühnenwand, die von politischen Konflikten aus den letzten Jahren berichten. Auch der Bühnenboden wirkt wie eine beschriebene Zeitung mit weißen Lettern auf schwarzem Papier. Durch die Bühne zieht sich ein langer Riss, der wahrscheinlich für den Riss in der Gesellschaft steht. Diese Rinne leuchtet teilweise blutrot auf, um zu demonstrieren, wie viele Opfer die inneren Konflikte bereits gefordert haben und noch fordern werden. Der Name „Rienzi“ taucht in riesigen roten Buchstaben auf der Bühne auf. Zunächst symbolisieren diese Buchstaben den grandiosen Aufstieg des Volkstribuns. Am Ende liegen die Buchstaben auf dem Boden und Rienzi versucht vergeblich, seinen Namen erneut aufzustellen. Interessant ist auch der Ansatz, Rienzi im letzten Akt mit Buchstaben statt Steinen bewerfen zu lassen. Das gesprochene Wort, mit dem Rienzi eigentlich die Gewalt verhindern wollte, richtet sich also schlussendlich gewaltsam gegen den eigentlichen Helden der Oper.

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Adriano (Eva Maria Günschmann, Mitte) zwischen den Verschwörern  Colonna (Hayk Dèinyan, links) und Orsini (Andrew Nolen, rechts)

Neben dem relativ modernen Mobiliar, das einen Bezug zu aktuellen politischen Großveranstaltungen herstellt, arbeitet Bühnenbildner Thomas Gruber auch mit zahlreichen Video-Projektionen. So sieht man vor der Bühne Bilder der Wahl-Parties von Barack Obama, während hinter diesen Bildern Rienzi sein großes Staatsbankett zum Regierungsantritt feiert. Teilweise wird auch mit einer Kamera auf der Bühne Rienzis Auftritt selbst auf die durchscheinende Leinwand projiziert. Wenn die Nobili im dritten Akt gegen Rom ziehen, sieht man in der Videoprojektion marschierende Soldaten mit Panzern gegen eine Stadt vorrücken. Zwar ist eine Vielzahl dieser Bilder überflüssig, da sie in einer gewissen Reizüberflutung vom eigentlichen Handlungsverlauf ablenkt und keine neuen Einblicke in die Geschichte liefert, stört allerdings auch nicht weiter, da die Handlung dadurch nicht verdreht wird.

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Adriano (Eva Maria Günschmann) sieht Rienzi (Carsten Süss) und Irene (Anne Preuß) im brennenden Kapitol untergehen.

Anders ist hierbei allerdings das Schlussbild zu deuten. Während Oldag ein beeindruckendes Tableau im letzten Akt gelingt, wenn der Chor durch den Zuschauersaal auftritt, um Rienzi zu stürzen, und die beiden Bürger Baroncelli und Cecco del Vecchio das Volk von den Rängen aus noch anfeuern, bleibt es schon fraglich, wieso der Chor zwar Feuerzeuge anzündet, mit denen symbolisiert werden soll, dass das Kapitol in Brand gesetzt wird, es aber letztendlich Rienzi selbst ist, der, nachdem er mit Benzin übergossen worden ist und ein Feuerzeug in die Hand gedrückt bekommen hat, den Brand auslöst und mit Irene unter einem gewaltigen roten Vorhang, der aus dem Schnürboden herabfällt, versinkt. Dass er das Volk verflucht, weil es sich gegen ihn richtet, und damit den Untergang Roms heraufbeschwört, ist die eine Sache. Ob man in der Lesart aber bis zu einer Art Selbstopferung gehen kann, ist diskutabel. Unklar bleibt auch, weshalb am Ende die beiden Adligen Colonna und Orsini wieder auftauchen, da beide im dritten Akt Opfer der kämpferischen Auseinandersetzungen geworden sind und Adriano sie tot zu Rienzis Füßen liegen sah. Sollen sie als mahnende Geister Rienzi in den Tod begleiten oder deuten sie nur an, dass die Nobili jetzt erneut die Macht übernehmen werden?

Musikalisch tobt sich Generalmusikdirektor Mihkel Kütson mit den Niederrheinischen Sinfonikern in den großen romantischen Melodienbögen regelrecht aus und scheint, sichtlich Spaß bei der Sache zu haben. Oldag räumt der Musik in seiner Inszenierung viel Platz ein und verzichtet beispielsweise auf eine Bebilderung der großartigen Ouvertüre. Da kann das Publikum einfach in den großartigen Klängen schwelgen, die vor allem mit dem Motiv des großen Gebets aus dem fünften Akt berühren. Allerdings ist Kütsons Dirigat nicht gerade sängerfreundlich, so dass das Ensemble einige Probleme hat, sich gegen das voluminös aufspielende Orchester durchzusetzen. Hayk Dèinyan und Andrew Nolen bleiben daher als verfeindete Adelige Colonna und Orsini etwas blass und erreichen nicht die Leistung, die man sonst von ihnen gewohnt ist. Auch Anne Preuß muss als Irene heftig gegen das Orchester anschreien, wodurch vor allem die Textverständlichkeit leidet und ihr Sopran häufig sehr schrill klingt. Jon Ketilsson glänzt als Rienzi im großen Gebet des fünften Aktes. Ansonsten leidet aber auch seine gesangliche Präsentation trotz einer guten Technik ein wenig unter der alles übertönenden Musik, so dass er in den Höhen recht angestrengt klingt. Matthias Wippich, Walter Planté und Thomas Peter präsentieren eine solide Leistung als Kardinal Orvieto, Baroncelli und Cecco del Vecchio. Der von Maria Benyumova gut einstudierte Chor hat aufgrund der enormen Masse keine Probleme, sich gegen das Orchester durchzusetzen. Gleiches gilt für Eva Maria Günschmann, die als Adriano mit großem, warmem Mezzo zum Star des Abends avanciert und für ihre großartige Interpretation der Szene und Arie „Gerechter Gott, so ist’s entschieden schon“ im dritten Akt, in der sie beklagt, dass ihr Vater gestorben ist, großen Szenenapplaus erhält.

Am Ende gibt es lang anhaltenden und verdienten Applaus für ein Ensemble, das sich trotz kleinerer Abstriche mit den hohen musikalischen Anforderungen der Partitur messen kann, und einer Inszenierung, die das Stück nicht gegen den Strich bürstet und trotz einiger Aktualisierungen dennoch nah am Libretto bleibt.

FAZIT

Ein würdiger Beitrag zum Wagner-Jahr, der eine willkommene Abwechslung zu den zahlreichen Parsifal-Produktionen bieten dürfte

Von Thomas Molke / Fotos von Matthias Stutte

Hans-Josef Bülles erhält Verdienstorden der BRD

Hans-Josef_BüllesDer Präsident der Hölze Päed,  Hans-Josef Bülles, wird heute mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland in Aachen ausgezeichnet. Dieses wird Personen verliehen, die sich im Besonderen im politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verdient gemacht haben.. Doch Ha-Jo, so wie er von seinen Freunden genannt wird, ist nicht nur ein Vollblutkarnevalist, der sich die Jugendförderung einfach so auf die Fahne geschrieben hat, sondern alltäglich umsetzt. Seine Aktivitäten sind übergreifend zu finden. Kommunalpolitik, Fahnenschwenker, deutsch-italienische Freundschaft – hier ist er zudem noch Gründungsmitglied -, dazu Karneval und Schützenfreunde. 1992 nahm er als Fahnenschwenker an den Olympischen Spielen in Barcelona teil und war 1994 als Botschafter der Deutschen Sportjugend in Japan. 2002 war er mit seiner Frau, Angela Bülles, Narrenherrscher in Würselen. Als Präsident der KG Hölze Päed und Senator der KG Au Ülle ist er zudem im Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise und im Bund Deutscher Karneval aktiv. Angefangen hat er seine ehrenamtliche Tätigkeit bereits als Jugendlicher in der Jugendarbeit von St. Sebastian, in der damaligen Disco, dem Leitungsteam und als Jugendchorleiter. Seit 1976 ist Hans-Josef Bülles CDU Mitglied. Hier hat er durch seine vielfältigen Aus- und Weiterbildungen als Mechaniker, Industriemeister, staatlich geprüfte Erzieher und Diplom-Sportmanager ein großes Wissensspektrum, dass er für die Würselener Bevölkerung im Kulturausschuss, Finanzausschuss und Rat der Stadt Würselen als Stadtverordneter einbringt. In seiner Position als stellv. Geschäftsführer des bekannten und beliebten Brückenkopf-Parks in Jülich ist er vielen Menschen in der Region als Ansprechpartner für Veranstaltungen bekannt. Man kann nur hoffen, dass sich dem Vorbild Hans-Josef Bülles viele Menschen in der Region anschließen und er mit seinen Erfahrungen und seinem Können noch viele Jahre den Bürger der Städteregion aktiv und mit Rat und Tat zur Seite steht.

Das Carnevals Corps stellt neue Tanzabteilung vor

Am 08. März 2013 fand im Vereinsheim Rhenania Rothe Erde die jährliche Generalversammlung der Aachener Stadtkadetten statt.

Es wurde die neue Tanzabteilung vorgestellt: Christina Wirtz ist nun das große Mariechen der Aachener Stadtkadetten, Angelina Finken ist das erste Jugendmariechen des Corps und ein neues KlenkesTanzpaar  haben die Aachener Stadtkadetten auch gefunden: Tina Schnier und Pätrick Wolff sind das neue Tanzpaar! Die Showtanzgruppe „Wild Dragonflys“ ist natürlich auch wieder dabei. Kalle Wolff Kommandant der Aachener Stadtkadetten, bedankt sich bei den Mitgliedern für eine so tolle Session 2012/2013, besonders bei den Tänzer  und den Trainernnen der letzten Session für ein tolles Programm und Erscheinungsbild. Geschäftsführer Mark Sänger schließt sich dem gerne an. Der Vorstand freut sich jetzt schon auf die nächste Session. Weiterhin dürfen die Stadtkadetten Neuzugänge begrüßen.

 

 

Erklärung der F.E.N Europa Verband Stadt & Kreis Aachen e.V.

FEN_Europa_Aachen_Stadt_Kreis

Die FEN Föderation Europäischer Narren  1970 e.V. gibt hiermit bekannt das die F.E.N. Europa Verband Stadt & Kreis Aachen e.V.  entgegen aller anderen Äußerungen von externen Dritten weiterhin Vollmitglied im Dachverband der F.E.N. Europa mit allen Rechten und Pflichten ist. Die F.E.N Europa Verband Stadt & Kreis Aachen e.V. wird weiterhin eng mit dem Dachverband F.E.N. Europa zusammen arbeiten und ihre Mitgliedsverein nach bester Maßgabe im Dachverband vertreten. Die F.E.N Europa Verband Stadt & Kreis Aachen e.V. wird gemeinsam mit der F.E.N. Föderation Europäischer Narren 1970e.V. in enger Kooperation daran arbeiten, dass den Mitgliedsvereinen in Stadt und Kreisgebiet Aachen ein starker Partner in der Brauchtumspflege geboten werden kann.

DER VORSTAND

 

Nachtrag zu Regenbogen Venezia: Rudolf Henke freut sich über Verleihung an Bundesministerin.

Rudolf Henke freut sich über „Goldene Venezia“ an Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen

21. Januar 2013 – 15:08

Zum vierten Mal in Folge konnte der Karnevalsverein „Regenbogen Venezia 2009“ jüngst seine Kostümsitzung im Mercure-Hotel am Europaplatz feiern. Ein besonderer Höhepunkt der Sitzung ist die Verleihung der „Goldenen Venezia“ an Personen, die sich um die Tradition des Karnevals und vor allem die Existenz und Anerkennung kleiner Vereine verdient gemacht haben. In diesem Jahr wurden der Inhaber der Aachener Ordenswerkstatt, Harry Ebert und unsere Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, mit der „Venezia“ ausgezeichnet.

In Berlin haben der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke den Preis, zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe, der den Preis in Aachen entgegengenommen hat, an Ministerin von der Leyen weitergegeben. „Dass Frau Dr. von der Leyen als Bundesministerin eine sehr gute und engagierte Arbeit leistet, kommt auch bei den Aachenerinnen und Aachenern an- das zeigt dieser Preis. Ganz besonders ist die Anerkennung der Einführung des Bildungs-und Teilhabepakets, welches auch Kindern von Geringverdienern die Chance gibt, im Karneval aktiv zu sein, eine Auszeichnung für die Arbeit der christdemokratisch geführten Regierung in den letzten Jahren. Darüber freue ich mich sehr“, so Rudolf Henke.

Der im Jahr 2009 gegründete Karnevalsverein legt seit seiner Entstehung viel Wert auf soziales Engagement. Ursprünglich als Verein zur Unterstützung der Rechte von Schwulen und Lesben gegründet, setzt er sich mittlerweile für alle Menschen ein, die gesellschaftliche Ablehnung oder Ausgrenzung erfahren haben. Das Gründungsmotto „Vür sönd wie vür sönd“, ist somit nicht nur ein Motto, sondern spiegelt sich in den Mitgliedern und der täglichen Arbeit des Vereins, auch außerhalb der Karnevalssession, wieder.

Quelltext zitiert von: http://www.rudolf-henke.de/rudolf-henke-freut-sich-%C3%BCber-%E2%80%9Egoldene-venezia%E2%80%9C-bundesministerin-dr-ursula-von-der-leyen

In Liebe verziehen: ein Mutmachbuch

Quelle: Amazon/FacebookIn ihrem Buch „In Liebe verzeihen“ erfahren wir Trauriges, Bewegendes und auch Lehrreiches aus dem Leben von Ulrike Jansen.
Angefangen bei ihrer schweren und lieblosen Kindheit in einem von Nonnen geleiteten Kinderheim, begleitet der Leser die Autorin auch während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester. Keine dieser Stationen war für Ulrike Jansen einfach zu meistern. Geprägt durch ihre schlimmen Kindheitserlebnisse, entwickelte sie sich zu einem ängstlichen und unsicheren Menschen, für den so normale Dinge wir Schule, Ausbildung und Führerschein zu scheinbar unüberwindbaren Hürden wurden.
Doch Ulrike ist nicht zerbrochen. Sie ist gewachsen und hat sich selbst ohne fremde Hilfe wieder ans Tageslicht geholt.
Diese hart erkämpfte Stärke setzte die Autorin ein, um anderen Menschen zu helfen und sie sogar während des Sterbens zu begleiten. Das umstrittene Thema Sterbebegleitung ist ein herausragender und wichtiger Teil in diesem Buch. Die Leser lernen, dass jeder Mensch helfen und über sich hinaus wachsen kann, wenn man es nur zulässt.
Ich war schwer bewegt durch die liebevolle Art und Weise mit der die Autorin auf Menschen zu geht und ihnen ihre Hilfe anbietet. Ich gebe zu, bei mir flossen ab und zu die Tränen – manchmal vor Mitleid – manchmal vor Rührung. Aber die wertvollsten Tränen waren die Tränen der Erkenntnis. Wenn man merkt, was bei einem selber schief läuft und erkennt, wie einfach es ist, es in die Hand zu nehmen und zu verbessern, fließen sie – ob man will oder nicht.

Der Begriff Liebe wird hier völlig neu definiert. Das Buch regt zum Nachdenken und auch zum Handeln an.
Die Redewendung: „Was Dich nicht tötet, macht Dich stark.“ hat nun einen Namen: Ulrike Jansen.
Danke für dieses wunderschöne Buch

Quelle Amazon: http://www.amazon.de/Ulrike-Jansen/e/B009ZTNMZM/ref=ntt_athr_dp_pel_1

Quelle: Facebook: https://www.facebook.com/ulrike.jansen.10

Die Autorin ist in meinen Augen eine sehr mutige Frau. Nicht nur weil es ihr Leben ist! Sondern auch, da sie ein Buch zu einem Thema veröffentlicht, dass in unserer Gesellschaft immer noch unter den Teppich gekehrt wird. Wie viele Kinder wurden und werden in unserer Gesellschaft missbraucht. Dazu gehört nicht nur der sexuelle Missbrauch. Auch physische und psychische Gewalt. Die Täter, meist aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis werden teilweise vom Umfeld geschützt. Erfahren gesellschaftliche Anerkennung und ihre Tat wird als „Kavaliersdelikt“ oder „Jugendsünde“ abgetan. Die Opfer, oft  die eigenen Kinder, kämpfen ein Leben lang mit den Folgen des Missbrauchs. Hier muss dringend ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden. Jedes Kind hat ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit. Jeder Täter auf Strafe!

Burg Rhode im Klang von a capella

Copywrite Niniwe

Niniwe – A Capella Damenquartett aus Berlin

Es gibt Möchtegern-Sänger die mit getuntem Vollplayback um die Gunst der Zuschauer buhlen. Und es gibt Menschen die singen können. Diese Damen beherrschen die Kunst des Gesanges in Perfektion. Am heutigen Samstag verzaubert das Quartett auf Burg Rhode seine Zuschauer. Es wird eine Mischung aus Worldmusik, Klassiz, Jazz und auch Einflüsse des Pop vermischt und mit verschiedenartigen Groves und Sound alleine durch die Stimme zu einem absoluten Klangerlebnis. Können kommt von Kunst. Und diese Damen können! Und zwar gewaltig! Burg Rhode, Herzogenrath, 20.00 Uhr Eintritt 15,- Euro.

Aachener Puppenmacherin gestaltet Puppe für Aachener Marktweiber

Die bekannte Aachener Puppenmacherin, Margit Blum, erzählt eine tolle Begebenheit über die Gestaltung einer Puppe für die Aachener Marktweiber:

Zitat: Margit Blum

Im vorigen Jahr war ich auf dem 55.jährigen Bestehen des Karnevalvereins der Oecher Marktweiber eingeladen. Es war eine sehr schöne Damensitzung, jedoch fiel mir als Künstler auf, dass die Schaufensterpuppe, diese hinter dem Marktstand saß, mir zu modern aussah. So machte ich den Vorschlag ob ich diese Puppe etwas lebensechter als „junge Marktfrau umgestalten könne. Die Marktweiber fanden ds. Idee gut und so begann ich diese umzumodellieren, einfach mehr „Leben im Gesichtsausdruck“ ich glaube das mir dieses gelungen ist, nun im ds.Jahr im März ist es wieder soweit und die Damensitzung kann mit meiner neuen Gestaltung(Unser Marktfrau Kathrinchen) mitfeiern. Werde Euch die Puppe in Originalkleidung der Marktweiber demnächst noch zuposten.
Bis dahin Eure Oecher Puppenfee Margit Blum

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Chanson meets Classic

Wenn Katharina Schmidt die Bühne betritt entführt sie die Zuschauer in eine Welt vom Kabarett bis hin zur Klassik. Mit der glamourösen Ausstrahlung der Diven aus Oper, Operette und Chanson bietet sie ein einzigartiges Spektrum. Sie verkörpert die witzigen, frivolen, frechen und auch kühlen erotischen Rollen der 20er bis 70er Jahre in Perfektion.

Dies ist auch kein Wunder. Denn Katharina Schmidt ist keine Anfängerin auf der Bühne. Bereits  1976-1984 war sie als Solotänzerin am Stadttheater Aachen unter Generalintendant Prof. Peter Maßmann engagiert. Studiert hat sie ihr Fach an der staatlichen Musikhochschule Heidelberg-Mannheim, Abteilung „Akademie des Tanzes“, bei Professorin Lisa Kretschmar.

Unter der Leitung vom bekannten und beliebten Ballettmeister Peter Schnitzler war sie in zahlreichen Ballett-, Operetten-, Musical- und Opernproduktionen zu sehen. Auch als Schauspielerin bewies sie nicht nur in Aachen ihr Können!

Und sie kann. Ihre Gesangsausbildung begann sie bei der Sopranistin und Dirigentin Maria Mironova in Aachen. Mit dem  Gesangslehrer und Bariton Eduardo Kwon, der die Aachener Gesangsschule „Stimmwerk“ leitete erarbeitete sie ihr erstes Soloprogramm.

Katharina Schmidt gehört zu den Künstlern die beweisen, dass eine solide Ausbildung den Künstler macht. Tanz und Gesang nur dann als Kunst anzuerkennen ist, wenn nicht durch studiotechnische Hilfe Tonhöhe oder Volumen nachproduziert werden müssen.

Wie hoch der qualitative Anspruch dieser Frau auf der Bühne ist und welch tollen Unterhaltungswert sie ihrem Publikum als Ohren- und Augenschmauß bietet können  alle Interessierte am Sonntag, dem 03. März, ab 19.00 Uhr im FRANZ, Aachen, Franzstraße 24 live erleben.

Eine Künstlerin, die sich niemand entgehen lassen sollte!

https://www.facebook.com/events/118630511643363/